Apostolisches Wirken ist ein Überfließen des eigenen geistlichen Lebens

Hirtenbrief zum Generalkongress 2017: Die Ergebnisse in 33 Kapiteln. In einem Hirtenbrief für die Angehörigen der Prälatur hat der neue Prälat des Opus Dei Fernando Ocariz die Resultate des Generalkongresses im Januar 2017 zusammengefasst.

Pastoralbriefe und Botschaften
Opus Dei - Apostolisches Wirken ist ein Überfließen des eigenen geistlichen Lebens

Der Hirtenbrief ist auf Spanisch verfasst, trägt das Datum vom 14. Februar 2017, wurde Mitte März im Internet veröffentlicht und liegt nun in deutscher Übersetzung vor. Die insgesamt 33 Kapitel befassen sich mit Themen wie Liebe zum Papst und zur Kirche, den Verdiensten des im Dezember verstorbenen Vorgängers Bischof Javier Echevarría und aktuellen Herausforderungen für die christliche Bildungsarbeit und Katechese. Auch die Bedeutung der Aufgaben der Priester und einen starken Impuls für die Würde des Menschen möchte der Brief unterstreichen. Schließlich kommen der Zeugnischarakter eines christlichen Lebens, die Rolle der Familie und die Notwendigkeit von Projekten in der Erziehung zur Sprache. Prioritäten sollen der Ausbau von internationalen Kontakten und die Zusammenarbeit mit internationalen Einrichtungen sein, die der Gesellschaft der Zukunft christliche Impulse geben können. Vor allem aber gehe es darum, Christen zu ermuntern, Jesus Christus zu suchen, ihn in ihrem persönlichen Leben zu finden und ihn zu lieben. Alles apostolische Wirken, wie es ein Kernanliegen des Werkes Gottes ist, sei nur ein Überfließen des eigenen geistlichen Lebens, schreibt der Vater und zitiert damit den heiligen Josefmaria. Unter den 39 Literaturstellen des Hirtenbriefes finden sich neben Zitaten des Opus-Dei-Gründers und des seligen Bischofs Alvaro del Portillo vor allem Literaturhinweise auf Veröffentlichungen von Papst Franziskus, Benedikt XVI., Johannes Paul II. und Paul VI. RK

INHALT

  • Alle mit Petrus zu Jesus durch Maria
  • Auf Felsen bauen
  • Aktuelle Herausforderungen beim Abenteuer der Bildung
  • Bildung erteilen und empfangen
  • In der Kirche
  • Neue apostolische Herausforderungen
  • Bedeutung der Familie
  • Das Werk in unseren Händen
  • Apostolat mit der Jugend
  • Einige Prioritäten


Gott schütze Euch, meine lieben Töchter und Söhne!

1. Ich habe mir sehr gewünscht, Euch wieder zu schreiben, und zwar dieses Mal ein wenig ausführlicher. Ich möchte, dass Ihr durch diese Zeilen erfahrt, was im letzten Generalkongress, der im Januar in Rom stattgefunden hat, beschlossen wurde. Ich mache es so wie Don Javier im Jahr 2010, denn ich möchte, dass Ihr alle die Last des Werkes und die Seelen auf Euren Schultern spürt, und damit auch die Verantwortung, diese kleine Familie voranzubringen, die wir bilden. Wie die Kirche als Ganzes, so trachten auch wir danach, die Welt mit Gott zu versöhnen, wie es der heilige Paulus ausdrückt (vgl. 2 Kor 5,19). Eine anspruchsvolle Aufgabe, die uns völlig überfordern würde, wenn wir nicht mit der Gnade Gottes rechnen dürften.

Wir sollen unsere Zeit erlösen und heiligen und die Sehnsüchte der anderen verstehen und teilen, so schrieb ich Euch mit Worten des heiligen Josefmaria in meinem ersten Brief als Vater dieses kleinen Teils der Kirche. Ich greife jetzt den Faden dieser Worte wieder auf: Es stimmt nicht, dass die Menschen von heute – im allgemeinen, insgesamt – verschlossen oder gleichgültig wären für alles, was der christliche Glaube über Schicksal und Sein des Menschen lehrt; es ist nicht wahr, dass der Mensch unseres Zeitalters nur an das Irdische denkt und den Himmel vergisst. Auch wenn es nicht an Ideologien fehlt, die in sich verschlossen sind, finden wir in unserer Zeit neben Gemeinheit große Ideale, neben Feigheit Heroismus, neben Enttäuschung Sehnsucht; es gibt Menschen, die von einer neuen, gerechteren Welt träumen, und Menschen, die – vielleicht aus Enttäuschung über das Scheitern ihrer ursprünglichen Ideale – zu egoistischer Ruhe Zuflucht nehmen oder dem Irrtum verhaftet bleiben.

Allen diesen Menschen, überall, wo sie sind, und gleichgültig, ob wir sie in einem Augenblick des Jubels oder einer Niederlage antreffen, müssen wir die feierlichen und bestimmten Worte des Apostels Petrus in der Zeit nach Pfingsten zurufen: Christus ist der Eckstein, der Erlöser, die Fülle unseres Lebens, denn außerhalb von ihm ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen (Apg 4, 12).[1]

Alle mit Petrus zu Jesus durch Maria

2. Für die Kirche ist der Papst Petrus, der der Welt Jesus Christus kundtut, indem er die Freude des Evangeliums verkündet.[2] Der Generalkongress wollte an erster Stelle erneut unsere kindliche Einheit mit dem Bischof von Rom bekräftigen und hat daher das Gebet aufgegriffen, das uns der heilige Josefmaria beigebracht hat: Omnes cum Petro ad Iesum per Mariam.[3]

Neben vielem anderen danken wir Papst Franziskus für das Jahr der Barmherzigkeit, für das Beispiel seiner Frömmigkeit und seiner Nüchternheit, für den apostolischen Ansporn, den er weltweit gibt, und dafür, dass er den Menschen so nahe ist, ganz besonders denen, die es am meisten brauchen. Wir danken ihm auch dafür, dass er in Ausübung seines Petrusamtes entschieden hat, Don Alvaro seligzusprechen. Zudem wollte der Kongress dem Papst seine Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass er mich als Nachfolger des heiligen Josefmaria, des seligen Alvaro und Don Javiers bestätigt und noch am Tag meiner Wahl zum Prälaten des Opus Dei ernannt hat. Ich habe Euch schon geschrieben, dass ich verwirrt, gleichzeitig aber froh war über diese Einheit, die uns der Heilige Geist schenkt, der unendliche Liebe ist. Ich möchte nur noch dafür leben, ein guter Vater für jede und jeden von Euch zu sein, indem ich ungeachtet meiner Grenzen an der liebenden Vaterschaft Gottes teilnehme. Auch bewegt mich, dass mir der Papst am 1. Februar einen Brief zur Ermutigung geschrieben und mich unter den Schutz der Mutter Gottes gestellt hat.

Auf Felsen bauen

3. Meine Töchter und meine Söhne, wie können wir so reichen Gnaden entsprechen? Fassen wir von neuem den Vorsatz, uns den Geist des Opus Dei treu zu eigen zu machen und ihn weiterzugeben, so wie ihn uns der heilige Josefmaria vermittelt hat, fest gestützt auf ein tiefes Gespür für unsere Gotteskindschaft in Christus und fest entschlossen, Gott in der beruflichen Arbeit und in den normalen Umständen unseres Lebens zu suchen, um so Salz und Licht für die Welt zu werden (vgl. Mt 5, 13-14). Die christliche Berufung ist wirklich wunderbar, sie führt uns zu unserer geheimnisvollen Einswerdung mit dem fleischgewordenen Wort. Mit kühnen Worten drückte es Johannes Paul II. einmal so aus, wobei er eine Wendung des II. Vatikanischen Konzils aufgriff: „Durch die in der Taufe empfangene Gnade erhält der Mensch Anteil an der ewigen Geburt des Sohnes aus dem Vater, da er ja zu einem Adoptivsohn Gottes wird: Sohn im Sohn.“[4]

4. Don Javier war ein guter Sohn Gottes, weil er ein treuer Sohn des heiligen Josefmaria war. Diese Treue war für ihn das Fundament seines Lebens. Der Generalkongress dankt Gott für das Leben und die Lehren dessen, der von 1994 bis 2016 unser Prälat war. Um dem Wunsch aller Gläubigen der Prälatur, der Mitglieder der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz und der Mitarbeiter zu entsprechen, soll hier unterstrichen werden, wie sehr Don Javier die Kirche und diesen Teil des Gottesvolkes liebte, den das Opus Dei darstellt. Don Javier hat ein fruchtbringendes Beispiel pastoraler Liebe hinterlassen, die sich in seiner Einheit mit dem Heiligen Vater und allen seinen Brüdern im Bischofskollegium, in seinem Seeleneifer und in seiner wachen Sorge um die Kranken und die besonders Bedürftigen ausdrückte. Deshalb wird es Euch sicher freuen zu erfahren, dass ich hiermit die einhellige Meinung der Kongressteilnehmer und so vieler anderer Menschen festhalte, dass es angemessen ist, Erinnerungen und Zeugnisse über Don Javier, sein hingebungsvolles Leben und seine Lehren, zu sammeln.

Außerdem hat der Kongress betont, wieviel Gutes die Selig- und Heiligsprechungsprozesse über Gläubige des Werkes in den verschiedenen Ländern bewirken. Deshalb ist es wichtig, ihre private Verehrung weit zu verbreiten. So wird vielen Menschen geholfen, die Liebe Gottes und die Freude eines christlichen Lebens mitten in der Welt zu entdecken, wofür neben vielen anderen die Diener Gottes Isidoro Zorzano und Montserrat Grases Zeugnis abgelegt haben. Indem der Herr die Verdienste der Heiligen krönt, krönt er zugleich das Werk seiner Gnade.[5] In den Heiligen ehren wir den Dreimal Heiligen Gott und erneuern unseren Wunsch nach Heiligkeit, das heißt nach Liebe zu Gott und zu den anderen in ihm.

5. Die Verwaltungen der Zentren des Opus Dei, die das Apostolat aller Apostolate darstellen, sind gleichsam sein Rückgrat[6]. Der Kongress hat daher noch einmal die entscheidende Rolle ihrer Arbeit für die familiäre Atmosphäre des Opus Dei unterstrichen. Sie wird durch diese Arbeit real und kann so von den Menschen wahrgenommen werden, die in unsere Zentren kommen. Zeigen wir uns für dieses Geschenk erkenntlich, beten wir, dass Gott diese Arbeit mit vielen Berufungen segnet und dass sie ein leuchtendes Beispiel für den Wert und die Würde der Arbeit im Haushalt ist. Die Frauen der Prälatur werden den Dienst, den die Verwaltungen leisten, im Hinblick auf die aktuellen Umstände und Bedürfnisse überprüfen, damit er stets das Klima unseres Zuhause bestimmt, den menschlichen und familiären Ton, durch den jedes Zentrum für uns wirklich ein Bethanien wird.

6. Neben dem Dank an die Custodes von Don Javier für ihre liebevolle Fürsorge hat der Kongress auch die wertvolle Hilfe herausgestellt, die die betagten oder kranken Gläubigen der Prälatur leisten, indem sie froh und einfach ihre Begrenzungen aufopfern, um so die Evangelisierungsarbeit des Werkes auf der ganzen Welt zu unterstützen. Diesem stillen Impuls ist zweifellos die aufmerksame Fürsorge all derer hinzuzurechnen, die sich mit herzlicher Liebe und großzügiger Dienstbereitschaft um sie kümmern. So folgen sie unserer Tradition, einem Erbe des heiligen Josefmaria. Das ist ein wichtiger Aspekt unseres Familienlebens. Meine Töchter und Söhne, viel hängt davon ab, wie wir uns um die Alten und Kranken kümmern!

Der Kongress hat auch seine Anerkennung gegenüber Euren Brüdern und Schwestern zum Ausdruck gebracht, die in andere Länder aufgebrochen sind, um dort mit unserer apostolischen Arbeit zu beginnen. Sie haben ihre Heimat verlassen, um das Werk in anderen Teilen der Welt zu verwirklichen. Ihr werdet Euch daran erinnern, wie oft Don Javier wiederholte, dass es überall viele gute Menschen gibt, die auf uns warten.

Aktuelle Herausforderungen für das Abenteuer der Bildung

7. Die apostolische Dynamik – eine Frucht des Heiligen Geistes – ist immer durch die gründliche Bildung gestützt worden, die die Prälatur ihren Gläubigen erteilt und die zugleich auch ihre Sendung darstellt, eine weltweite Katechese zu verwirklichen[7]. Der Kongress hat angesichts der aktuellen Umstände einige Bildungsinhalte besonders hervorgehoben. Erlaubt mir, dass ich sie im Folgenden aufzähle, damit uns das Licht und die Kraft der Gnade erkennen lassen, was wir in jeder Region der Prälatur, in jedem Zentrum und in jeder Familie meiner Töchter und Söhne, ja in jeder Seele noch tun können – und vor allem, wie wir das, was wir schon tun, besser machen können.

8. Als Allererstes sollte es um die zentrale Bedeutung der Person Jesu Christi gehen. Ihn wollen wir kennenlernen, mit ihm wollen wir Umgang pflegen, ihn wollen wir lieben. Jesus in die Mitte unseres Lebens stellen bedeutet, uns tiefer auf das kontemplative Beten mitten in der Welt einzulassen und den anderen zu helfen, dass sie Wege der Kontemplation[8] gehen; den Fokus neu auf den anthropologischen und christlichen Wert der verschiedenen asketischen Mittel zu richten; jede Person in ihrer Ganzheit zu erfassen: ihren Verstand, ihren Willen, ihr Herz und ihre Beziehungen zu den anderen; die innere Freiheit zu stärken, die dazu führt, die Dinge aus Liebe zu tun; das Denken zu fördern, damit jeder erkennen kann, worum Gott ihn bittet und dann seine Entscheidungen in voller persönlicher Verantwortung trifft; das Vertrauen auf die Gnade Gottes zu nähren, um sowohl dem Voluntarismus als auch einer übertriebenen Gefühlsbetontheit die Stirn zu bieten; das Ideal eines christlichen Lebens aufzuzeigen, ohne es mit Perfektionismus zu verwechseln, das heißt indem man lehrt, mit der eigenen Schwäche wie auch mit der der anderen zu leben; tagtäglich bis zur letzten Konsequenz eine Haltung der vertrauensvollen Hingabe zu leben, die sich auf die Gotteskindschaft stützt.

Auf diese Weise werden wir uns der Sendung, die mit unserer Berufung verbunden ist, stärker bewusst. Sie führt zu einer vollständigen und frohen Hingabe. Wir sind ja berufen, initiativ und spontan dazu beizutragen, dass die Welt und die Kultur unserer Zeit verbessert werden, so dass sie sich für Gottes Pläne mit der Menschheit öffnen: cogitationes cordis eius, die Pläne seines Herzens bleiben bestehen von Geschlecht zu Geschlecht (Ps 33, 11).

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, allen zu erleichtern, mit dem Herzen in Gott und deswegen losgelöst von den materiellen Dingen leben zu wollen. Frei, um lieben zu können. Darin liegt der Sinn unseres Geistes der Armut, der Nüchternheit und der Loslösung, Tugenden aus dem Evangelium, die im Lehramt von Papst Franziskus eine große Wertschätzung genießen.

Unsere Liebe zur Kirche wird uns außerdem dazu bewegen, die wirtschaftlichen Mittel für die Entwicklung der apostolischen Arbeit zu beschaffen und bei allen eine große Begeisterung für ihre berufliche Arbeit zu fördern: Sowohl bei denen, die noch studieren, damit sie den großen Wunsch haben, die Gesellschaft aufzubauen, als auch bei denen, die bereits in ihrem Beruf arbeiten. Sie sollten – bei aller Lauterkeit der Absicht – den guten Ehrgeiz pflegen, es beruflich weit zu bringen und dabei eine Spur zu hinterlassen. Zugleich bitte ich aber auch alle Numerarier und Numerarierinnen um eine aktive und großherzige Verfügbarkeit, was bedeutet, dass sie sich, wenn es nötig ist, mit der gleichen beruflichen Begeisterung den Aufgaben der Bildung oder Leitung widmen.

9. Dieses weite Panorama lädt uns ein, unsere Sehnsucht nach weiterer Ausbreitung neu zu beleben, um wie in den ersten Zeiten des Werkes vielen Menschen die Freude des Evangeliums zu bringen, so dass sie die Anziehungskraft Jesu Christi[9] spüren. Unser Vater sagte uns: Wenn wir zahlreicher sein wollen, müssen wir besser sein![10] Ich wünsche mir, dass diese Überlegung uns ermutigt und anspornt, mit Hilfe der Gnade und der freiwilligen und großzügigen Antwort aller, viele Berufungen – so viele wie Gott will – zu fördern: Berufungen von Numerariern, Assoziierten, Supernumerariern und Priestern der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz.

Freiheit und Berufung: Das sind zwei wesentliche Dimensionen menschlichen Lebens, die sich gegenseitig bedingen. Wir sind frei, um einen Gott zu lieben, der ruft, einen Gott, der die Liebe ist und in uns die Liebe weckt, um ihn und die Nächsten zu lieben.[11] Diese Liebe führt uns zum vollen Bewusstsein unserer Sendung, die eben nicht ein Apostolat ist, das man von Zeit zu Zeit oder eventuell ausübt, sondern ständig und als Gerufene, indem man es zum Ideal seines ganzen Lebens macht[12]. Das Ideal der Liebe zu Gott und der Liebe zu den anderen bringt uns dazu, mit vielen Menschen echte Freundschaften zu pflegen: Wir machen nicht Apostolat, sondern wir sind Apostel! Das ist die „Kirche im Aufbruch“, von der der Papst stets spricht, wenn er uns daran erinnert, wie wichtig Zartgefühl, Großherzigkeit und persönlicher Umgang sind.

Diese „Dynamik des ‚Aufbruchs’, die Gott in den Gläubigen auslösen will“[13], ist keine Strategie, sondern die Kraft des Heiligen Geistes selbst, der die ungeschaffene Liebe ist. In einem Christen, in einem Kind Gottes, bilden Freundschaft und Nächstenliebe eine einzige Realität – sie sind Licht Gottes, das Wärme spendet.[14] Die derzeitigen Umstände für die Evangelisierung machen es noch notwendiger als zuvor, dem persönlichen Kontakt Vorrang einzuräumen. Dieser Beziehungsaspekt steht im Mittelpunkt des apostolischen Wirkens, wie es der heilige Josefmaria in den Berichten des Evangeliums vorfand. Man kann sehr wohl sagen, meine geliebten Kinder, dass die größten Früchte der Arbeit des Opus Dei diejenigen sind, die seine Mitglieder ganz persönlich mit ihrem Apostolat des Beispiels und ihrer treuen Freundschaft ernten.[15]

Bildung erteilen und Bildung empfangen

10. Wenn wir die Bildungsmittel vorbereiten und einsetzen, motiviert uns der Gedanke, dass sie durch die Gnade Gottes, der das Wachstum gibt (vgl. 1 Kor 3, 6), in den Seelen fruchtbar werden. Außer dass wir uns immer zunächst auf die übernatürlichen Mittel stützen, geben wir uns Mühe, eine verständliche Sprache zu sprechen, in positivem und anspornendem Ton, mit hoffnungsfrohem Blick auf die Welt, in der wir jetzt leben und die der Ort unserer Begegnung mit Gott ist. Wir bemühen uns, den Zuhörern ein aktives Teilnehmen leicht zu machen und erkennbar werden zu lassen, wie sich der Geist des Opus Dei ganz praktisch auf das familiäre und gesellschaftliche Leben auswirkt. So kann das Leben aus einem Guss gelingen, eine echt christliche Kohärenz von dem, was man denkt und was man betet, mit dem, was man tut (vgl. Joh 4, 24; Röm 12, 1; 2 Thess 3, 6-15).

11. Für die Geschwisterlichkeit wie für das Apostolat der Freundschaft und des vertraulichen Gespräches sind einige Tugenden von besonderer Bedeutung: Neben der Demut speziell die Freude und die Großzügigkeit. Dringend erforderlich ist auch ein ehrliches Interesse an den anderen, das sich im Verständnis, im Respekt und in der Wertschätzung unterschiedlicher Meinungen zeigt. Ein positiver Ton in den Unterhaltungen ermöglicht, die angesprochenen Themen sinnvoll zu diskutieren. Mit einem Wort, es geht darum, Säleute von Frieden und Freude[16] zu sein, wie unser Vater es uns beigebracht hat. Dazu gehört auch, in sportlicher Haltung den Kurs zu begradigen, wenn wir statt Frieden eher ein wenig Zwietracht gesät haben. Unsere Zentren und die Häuser der Assoziierten, der Supernumerarier und der Priester der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz sollten immer die anziehende Wärme eines Zuhause haben (vgl. Ps 133, 1; Joh 13, 34-35).

Ich habe in Erinnerung, wie viel Frieden und Gelassenheit schon allein die Anwesenheit von Don Alvaro ausstrahlte, der genau das lebte, was er uns lehrte: „Der Familiensinn ist für uns so wesentlich, dass jede meiner Töchter und jeder meiner Söhne ihn immer in sich trägt. Er ist so stark, dass er um uns herum sofort spürbar wird, so dass das Klima eines Zuhause entsteht, wo immer wir sind. Deswegen hat die Tatsache, Familie zu sein und uns als Familie zu fühlen, ihren Grund nicht in der materiellen Tatsache, dass wir unter einem Dach wohnen, sondern im Geist der Kindschaft und der Brüderlichkeit, die der Herr vom ersten Moment an für sein Werk gewollt hat.“[17]

12. Ich bitte den Herrn darum, dass wir die Bildung derjenigen Laien und Priester besonders fördern, die persönliche geistliche Leitung erteilen, damit sie es verstehen, sich den anderen zu widmen und ihnen mit Empathie und Klugheit zu helfen. Mit Gottes Gnade sollen sie dazu motivieren, die Anregungen des Heiligen Geistes großzügig aufzugreifen, der in der Tiefe des Herzens spricht (vgl. Mt 10, 20). Das gute Beispiel und eine gewissenhafte Erfüllung der beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen sind unerlässlich, wenn man anderen Menschen helfen will, dem Herrn zu folgen. Unser Vater hat uns gelehrt, dass das berufliche Prestige, verstanden als ein authentischer Dienst, unser Angelhaken als Menschenfischer[18] ist. Der Glaube erleuchtet den Verstand und gibt dem Leben Sinn, er lässt uns jene neue Dimension entdecken, die zu einem Leben in Christus führt.

13. Es ist wichtig, mit spezifischen Maßnahmen die ständige berufliche Weiterbildung derer zu fördern, die in den apostolischen Einrichtungen an Leitungsaufgaben beteiligt sind. Es geht darum, ihre Fähigkeit zur Leitung und zur Führung von Einzelpersonen wie von Arbeitsgruppen zu verbessern. Es braucht viel Verantwortungssinn, die christliche Identität der verschiedenen Einrichtungen, die Qualität ihres Managements und den Dienst zu stärken, den sie der Gesellschaft leisten. Kollegiales Arbeiten ist eine Kunst und lässt sich nicht improvisieren. Es erfordert, zuhören zu können, Ansichten auszutauschen, Meinungen zu teilen und auf die besonderen Stärken eines jeden zu zählen.

In der Kirche

14. Damit die neue Evangelisierung Frucht trägt, ist die Einheit unter den Katholiken selbst von entscheidender Bedeutung. Die gegenseitige Wertschätzung der Gläubigen in der Kirche und in den verschiedensten Gruppierungen zu stärken, ist Teil unserer Sendung in der großen Familie der Kinder Gottes: Unser wichtigstes Apostolat als Christen, das beste Glaubenszeugnis gegenüber der Welt, besteht darin, dass wir innerhalb der Kirche für eine Atmosphäre echter Liebe sorgen.[19] Dafür ist es notwendig, dass wir dem jeweiligen Einzelfall entsprechend die Beziehungen zu den Angehörigen anderer Institutionen und Daseinsformen in der Kirche fördern, dass wir mögliche Missverständnisse ausräumen und dem Herrn all die Initiativen anempfehlen, die andere unternehmen. So leben wir die kollektive Demut.

15. Priester und Seminaristen zu unterstützen, ist ebenfalls von großer Bedeutung für das Wohl von Kirche und Gesellschaft. Dafür sind die Assoziierten und Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz Protagonisten in vorderster Front, weil sie voll und ganz an der Berufung zum Opus Dei teilhaben, die ihren verschiedenen Aufgaben eine neue Dynamik verleiht. Dabei respektieren sie ihre ausschließliche Abhängigkeit von ihrem eigenen Bischof und handeln stets im Rahmen ihres pastoralen Dienstes, den sie in der Regel direkt und voll im Dienst der Diözese leisten, in der sie inkardiniert sind und die sie mehr und mehr lieben sollen.

Alle Gläubigen des Opus Dei sind aufgerufen, für die Bischöfe und die Priester ihrer Diözese zu beten, sie mit Hochachtung und Vertrauen zu behandeln und im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ihnen zusammenzuarbeiten, natürlich immer so, dass es mit der Heiligung der beruflichen Arbeit und mit ihren familiären Verpflichtungen vereinbar ist.

Für die Priester werde ich mich jetzt darauf beschränken, an einige Worte des Papstes über ihren Dienst als Beichtväter zu erinnern: Seien wir liebevoll zu allen, Zeugen der Zärtlichkeit Gottes, stets darum bemüht, zum Nachdenken anzuregen, und klar, verfügbar, klug und großzügig zu sein! Mit einem großmütigen Herzen werden wir das Geheimnis der unendlichen Barmherzigkeit eines Gottes feiern, der verzeiht.[20]

Des Weiteren wird es gut sein, einige Gläubige der Prälatur, Mitarbeiter und junge Leute bei Gelegenheit zu ermuntern, dass sie sich anbieten, aktiv und mit voller persönlicher Freiheit und Verantwortung Katechesen, Ehevorbereitungskurse und soziale Aufgaben in den Pfarreien zu unterstützen oder wo immer es nötig ist. Das ist zu befürworten, solange es sich um Aufgaben handelt, die zu ihrer Grundverfassung als echte Laien mit echt laikaler Denkweise passen. Dabei hängen sie natürlich in keiner Weise von der Leitung der Prälatur ab. Zugleich möchte ich ganz ausdrücklich die Ordensleute würdigen, die so viel Gutes für die Kirche und die Welt getan haben und weiterhin tun. Wer den Ordensstand nicht liebt und verehrt, ist kein gutes Kind von mir[21], hat uns unser Vater gelehrt. Außerdem denke ich gern an so viele Ordensleute und Diözesanpriester, deren Berufung in der hilfreichen Atmosphäre des Werkes aufgekeimt ist.

Um der Kirche besser dienen und den Seelen eine aufmerksame Sorge zuwenden zu können, hat der Generalkongress die Weisung gegeben, mit kreativer Phantasie und Flexibilität zu erarbeiten, wie man die apostolischen Unternehmungen am besten voranbringen und koordinieren kann: Zum Beispiel kann man unter entsprechenden Voraussetzungen bestimmte Zentren des Werkes zusammenlegen, um Energien zu bündeln und ein frohes und herzliches Familienleben zu erleichtern. Oder man kann für mehr passend eingerichtete und flexibel organisierte „Stützpunkte“ sorgen, so dass die Bildungsmittel da angeboten werden, wo die Leute sind. Beispielsweise an den neuralgischen Punkten der Städte, in Zonen hoher Arbeitsdichte oder rapiden Wachstums oder in Schulen und Universitäten.

Neue apostolische Herausforderungen

16. Der Generalkongress hat einen Aufruf des Kongresses von 2002 aufgegriffen, den Don Javier so formuliert hatte: Es gehe um die Förderung „einer neuen Kultur, einer neuen Gesetzgebung, einer neuen Mode, die der Würde des Menschen entsprechen und seiner Bestimmung zur Herrlichkeit der Kinder Gottes in Jesus Christus gerecht werden“[22]. Die Gläubigen der Prälatur, die Jungen und Mädchen von Sankt Raphael und die Mitarbeiter – sie alle sollen sich als Protagonisten dieser neuen Kultur verstehen, die die gegenwärtige relativistische Einstellung überwinden kann. Das aber verlangt von allen je nach ihren Möglichkeiten eine tiefe menschliche und berufliche Bildung, eine gründliche Kenntnis der Glaubenslehre und ihre entschlossene Präsenz in all den Bereichen, zu denen sie Zugang haben. Und es verlangt einen offenen Blick, so dass sie mit allen ins Gespräch kommen können.

Dafür ist einerseits ein gewisses Ansehen nötig, welches man gewinnt, wenn man die anderen ernstnimmt, und andererseits eine persönliche Sprachengabe, die zunimmt, wenn man sich stetig zu erneuern sucht. Auf diese Weise fördert man die Empathie, mit der man die christliche Sichtweise überzeugend vermitteln kann, weil man auch auf die Sorgen des Anderen eingeht, ohne ihn zu überrollen oder in einen Monolog zu verfallen. Respekt vor der Würde jedes Menschen unabhängig von seinen Fehlern, Respekt vor dem Gemeinwohl der Gesellschaft, ruhiges und verantwortungsvolles Arbeiten Seite an Seite mit anderen Bürgern. Solche Verhaltensweisen machen die Schönheit und die Attraktivität der christlichen Werte in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft offenbar.

17. Um die Vielschichtigkeit bestimmter Sektoren des gesellschaftlichen Lebens zu verstehen, bedarf es der Hilfe von Experten, zum Beispiel in folgenden Bereichen: Der Nutzung digitaler Informations- und Kommunikationsmedien; der Umsetzung von Initiativen im Erziehungsbereich; der fachspezifischen Kommunikation; der Verwaltung von Hochschulprojekten; dem Management und der Leitung von Krankenhäusern; bei sozialen Projekten; der Errichtung und dem Betreiben von Stiftungen. Die Forderung nach beruflicher Kompetenz ist Teil einer laikalen Einstellung und geht mit dem Wunsch einer priesterlichen Seele einher, an der Vervollkommnung der Schöpfung und der Erlösung mitzuwirken.

Um eine neue Kultur zu fördern, wird es nötig sein, Experten so auszubilden, dass sie auf der Basis einer christlichen Anthropologie und mit einem gesunden Urteilsvermögen in die Lage versetzt werden, besonders komplexe Fragen anzugehen wie Gender, Gleichstellung, Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Bioethik, Kommunikationsformen, um nur einige zu nennen. Universitäten und Forschungsinstitute sind die am besten geeigneten Orte, um all diese Fragen zu untersuchen.

Außerdem soll die Ausbildung klug und entschieden auf jede Person zugeschnitten werden. Angefangen bei den jüngsten, so dass sie wohlbegründete Überzeugungen heranbilden. Statt sich in defensive Haltungen zu verschließen, gilt es, von den unterschiedlichen Positionen das Richtige zu übernehmen, mit anderen im Gespräch zu bleiben, von allen zu lernen und die Freiheit aller gewissenhaft zu respektieren, erst recht in diskutablen Fragen.

18. Der selige Paul VI. hat den berühmten Satz geprägt: „Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Lehrer.“ Er fügte hinzu: „Und wenn er auf Lehrer hört, dann weil sie Zeugen sind.“[23] In der gegenwärtigen Kultur braucht es Gesichter, die eine Botschaft glaubwürdig machen. Deswegen gilt es, attraktive Zeugnisse christlichen Lebens im Dienst an den Mitmenschen vorzustellen. Gewiss soll man Opinion leader heranbilden, aber ebenso Initiativen entwickeln, die über die Kirche informieren – und in ihrem Schoß auch über das Opus Dei. Das kann auch über die sozialen Netzwerke geschehen, weil sie besonders geeignet sind, Tausende von Menschen direkt zu erreichen. Die Entfaltung solcher Initiativen hängt von der Großzügigkeit und Kreativität derer ab, die sie unterhalten.

19. Der Kongress hat betont, dass er neben dem persönlichen Apostolat der Freundschaft und des vertraulichen Gespräches voll und ganz hinter den korporativen und persönlichen apostolischen Einrichtungen steht. Die ganzheitliche Bildung, die sie vermitteln, hat ihre apostolische Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Sie lehren, erziehen und machen bereit zum Dienst an den Mitmenschen. Sie sollten möglichst noch viel mehr Menschen erreichen und sie Schritt für Schritt an den Reichtum des christlichen Glaubens heranführen, der von Angst und Trübsinn befreit. Damit dieser Glaube im täglichen Leben Gestalt annehmen kann, sind Bildungsmittel nötig, die unter anderem auf Familien, auf Schüler, auf Studenten zugeschnitten sind. Dafür ist es erforderlich, alle Beteiligten zu motivieren und gut vorzubereiten.

20. Die Evangelisierung der Gesellschaft und die nachhaltige Entfaltung der apostolischen Arbeit lassen es sinnvoll erscheinen, neue Zentren der Erziehung zu entwickeln, die Eltern und zugleich ihren Kindern von klein auf menschliche und christliche Bildung bieten. Wenn die Gründung solcher Bildungseinrichtungen einer Gesetzgebung unterliegt, die korporative oder persönliche apostolische Einrichtungen verhindert oder erschwert, können sie unter Umständen trotzdem geistlichen Beistand von Priestern der Prälatur erhalten.

Die Bedeutung der Familie

21. Der Papst lehrt in seiner zweiten Enzyklika: „In der Familie werden die ersten Gewohnheiten der Liebe und Sorge für das Leben gehegt, wie zum Beispiel der rechte Gebrauch der Dinge, Ordnung und Sauberkeit, die Achtung des örtlichen Ökosystems und der Schutz aller erschaffenen Wesen. Die Familie ist der Ort der ganzheitlichen Erziehung, wo sich die verschiedenen Momente der persönlichen Reifung ausformen, die eng miteinander verbunden sind.“[24] Man reift mit der Zeit und wenn der Blick vertrauensvoll nach vorne gerichtet ist. Es tut not, in den Familien ein tiefes Gespür für die Tugend der Hoffnung zu fördern.

Es wird immer nötig sein, praktische Formen der Ehevorbereitung zu entwickeln, die gegenseitige Liebe der Eheleute und ein christliches Familienleben zu fördern und das sakramentale Leben der Großeltern, Eltern und Kinder zu unterstützen, insbesondere die häufige Beichte. Christus umarmt alle Generationen, niemand ist nutzlos oder überflüssig.

Der Kongress würdigt den Einsatz von Studiengruppen zur erzieherischen, sozialen und wirtschaftlichen Rolle der Familie, die in der Öffentlichkeit eine positive Einstellung gegenüber kinderreichen Familien schaffen wollen. Es ist angebracht, denen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken, die bereits im Kontakt mit den verschiedenen apostolischen Einrichtungen stehen wie Kindergärten, Schulen, Jugendclubs, Universitäten, Studentenheimen.

Die Elternbildung, die Don Javier so sehr gefördert hat, bleibt weiterhin eine Priorität, denn sie trägt wirksam dazu bei, dass die gegenseitige Liebe der Eheleute gefestigt wird und ihre Offenheit für das Leben wächst. Die Elternbildung geht von einer natürlichen Familie aus und leitet hin zur Freude an der Familie als einem christlich geprägten spirituellen Lebensraum. Zahlreiche Initiativen dieser Art erreichen immer mehr junge Paare und leisten eine breite Bildungsarbeit. So kann man vielen Leuten die Schönheit der sakramentalen Ehe sichtbar machen, die ein Bild für die Einheit Christi mit seiner Kirche ist (vgl. Eph 5, 32). Mit dem Sakrament ziehen Friede und Freude des Heiligen Geistes in das Zuhause ein. In der gegenseitigen Liebe der Eltern, ebenso wie in der Liturgie und in der Gemeinschaft der Kirche, „liebt uns Gott, lässt uns seine Liebe sehen und spüren, und aus diesem ‚Zuerst’ Gottes kann als Antwort auch in uns die Liebe aufkeimen“[25].

22. Der Kongress wollte auch ein apostolisches Feld aufzeigen, das in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen hat, nämlich dazu beizutragen, dass die vielen Zuwanderer aus Ländern mit katholischer Tradition (zum Beispiel den Philippinen, Lateinamerika, Polen usw.) Hilfe für ihre Glaubenspraxis und berufliche Ausbildung erfahren und auch menschlich gefördert werden. Außer dass man ihnen hilft, ihre eigene Identität zu entfalten, macht sie diese umfassende Bildung in dem Land, das sie aufgenommen hat, zu einem echten Sauerteig der Evangelisierung (vgl. Lk 13, 20). Auf der ganzen Welt können Dutzende von Kirchen, die die Bischöfe Priestern anvertraut haben, die in der Prälatur inkardiniert sind, diese Arbeit wirksam unterstützen, immer in Abstimmung mit den Pastoralplänen der Bischöfe, denen sie unterstehen.

Das Werk in unseren Händen

23. Es gibt nicht nur die Numerarier und Assoziierten, um die Einrichtungen und Initiativen voranzubringen. Auch den Supernumerariern und Supernumerarierinnen gilt es, viel Verantwortung zu übertragen und ihnen zu helfen, dass sie das Werk als ihre ureigene Sache verstehen, als wäre es ein weiteres Kind. Unser Vater sagte bei einer Gelegenheit: Alle zusammen werden wir viele Tränen trocknen und viel Kultur vermitteln; wir werden Frieden bringen und viele Zusammenstöße und Kämpfe verhindern; wir werden dafür sorgen, dass die Leute sich mit christlichem Anstand in die Augen schauen, ohne Hass.[26] Es ist wichtig, dass meine Kinder, die Supernumerarier, mit vollem Einsatz in der Arbeit von Sankt Raphael mitarbeiten, deren unmittelbares Ziel es ist, eine ganzheitliche Bildung[27] zu vermitteln. Es ist durchaus normal und an manchen Orten sogar die Regel, dass die Supernumerarier die Jugendclubs und andere erzieherische Initiativen entwickeln und leiten.

Als Folge einer ohne Strenge oder Druck erteilten und gut assimilierten Bildung wirken die Supernumerarier, wenn es klug und angebracht ist, mit Gott zusammen, um in jungen Menschen eine Berufung zu Numerariern oder Assoziierten zu wecken. Im Hinblick auf diese mögliche Perspektive beten sie mit größtem Respekt vor der persönlichen Freiheit für ihre Kinder und lassen alles in den Händen Gottes.

In der Arbeit von Sankt Gabriel ist folgendes notwendig: Dass mancherorts mehr Supernumerarier Gruppenbeauftragte oder Gruppenbetreuer werden und regelmäßig persönliche geistliche Leitung erteilen; dass man sich mehr auf sie stützen kann, wenn Besinnungstage zu betreuen sind; dass sie ermutigt werden, das Apostolat an Orten in Schwung zu bringen, wo es noch kein Zentrum gibt. Wir sollen dafür sorgen, dass mehr Assoziierte und Supernumerarier in den Arbeitsgruppen und Gremien für bestimmte apostolische Initiativen aktiv präsent sind. Für ihre Ausbildung erhalten sie entsprechendes Material in verschiedenen Sprachen.

Apostolat mit der Jugend

24. Der Generalkongress hat festgehalten, wie wichtig die Arbeit von Sankt Raphael ist, unser Augenstern[28]. Es wurde vorgeschlagen, im Allgemeinen wie im Einzelfall den Maßnahmen Vorrang zu geben, die die Entwicklung der Arbeit mit Jugendlichen der unterschiedlichen Lebensbereiche begünstigen, und alles zu tun, um mit der Gnade Gottes viele Berufungen von jungen Numerariern und Assoziierten zu fördern. Alle Angehörigen der Prälatur und Mitglieder der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz sollen überlegen, wie sie mit Gebet, Opfer und Tat dazu beitragen können, dass wir noch viel mehr junge Leute erreichen.

Es ist eine der eindeutigen Prioritäten der Bildung im Bereich der Arbeit von Sankt Raphael, den Jungen und Mädchen zu helfen, Seelen des Gebetes[29] zu werden. Dazu bringt man ihnen ganz praktisch bei, wie sie mit Gott sprechen und wie sie auf ihn hören können. Wichtig ist auch, ihnen entdecken zu helfen, welch großen natürlichen und übernatürlichen Wert echte Freundschaft hat und wie wichtig Studium, Lektüre sowie eine hohe berufliche Kompetenz sind, um der Kirche und der Gesellschaft zu dienen. Unter den Tugenden, die man bei den Jugendlichen besonders fördern soll, hat der Kongress eigens Mut, Stärke und Maßhalten erwähnt (beispielsweise im Sinne einer klugen und nüchternen Nutzung neuer Technologien). Außerdem alles, was die Dienstbereitschaft fördert. Man muss den Jugendlichen helfen, ihren Glauben zu erklären und all die praktischen Konsequenzen zu ziehen, die sich im Bereich ihrer Familie, unter ihren Freunden sowie in den sozialen Netzen aus der Nachfolge Christi ergeben.

25. Wie schön ist es, wenn man den Jugendlichen und ihren Eltern hilft, die Anziehungskraft einer Ganzhingabe an Gott mit ungeteiltem Herzen zu entdecken und wertzuschätzen. Zugleich wird man ihnen aber auch die Schönheit der Berufung zur Gründung einer christlichen Familie nahebringen. In den Zentren von Sankt Raphael für Studenten ist es lohnenswert, all das anzusprechen, was mit der Verlobungszeit und der Ehe zu tun hat. Dabei kann man auf vielerlei Hilfen zurückgreifen, etwa auf das Zeugnis von Supernumerariern und Supernumerarierinnen, auf Elternbildungskurse für Ledige, auf Vorträge, Filme oder bewährte Schriften. Für die Neuevangelisierung ist das Zeugnis einer wachsenden Zahl christlicher Familien dringend nötig. Das spornt uns an, den Weg dieser Berufung von seinem Anfang an zu begleiten – schon vor der Verlobungszeit. Und zwar mit echtem Respekt und tiefem Glauben an die Sendung der christlichen Familie, „einer Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe“[30].

26. Setzen wir die apostolische Arbeit unter Studenten und jungen Berufstätigen mit wahrer Begeisterung fort, seien sie ledig oder jung verheiratet, und nutzen wir dazu die Bildung, die Tausende von ihnen in so vielen apostolischen Einrichtungen bekommen haben, insbesondere in Schulen, Jugendclubs und in Zentren von Sankt Raphael. Dazu ist es sinnvoll, die Vereinigungen von „Ehemaligen“ kreativ und initiativ zu professionalisieren, um zu neuen, attraktiven Formaten zu kommen, die die Fortführung persönlicher Kontakte im Rahmen der Arbeit von Sankt Gabriel ermöglichen, so dass viele Menschen gewonnen werden, die unsere Arbeit als Mitarbeiter unterstützen.

27. In der Bildungsarbeit von Sankt Raphael und Sankt Gabriel ist es gut, die Werke der geistigen und der leiblichen Barmherzigkeit zu fördern, wie es der steten Lehre der Kirche, der Erfahrung des heiligen Josefmaria und dem entspricht, was Papst Franziskus vorlebt und verkündet. Persönliche Aktivitäten und Initiativen in den Bereichen Solidarität, Einsatz für die Bedürftigen und soziale Verantwortung sind keine Moden und keine Randerscheinungen, sondern gehören zum Kern des Evangeliums. Eine vertiefte Kenntnis der Soziallehre der Kirche, zum Beispiel durch Vorträge und Seminare, wird vor allem dort sehr hilfreich sein, wo die soziale Ungleichheit besonders ausgeprägt ist.

28. Die Universitäten, die apostolische Einrichtungen sind, sollen weiterhin Forschungsarbeiten mit internationaler Beteiligung vorantreiben und Räume für die Zusammenarbeit mit weltweit bekannten Intellektuellen erschließen. Dies wird dazu beitragen, wissenschaftliche Paradigmen und konzeptionelle Modelle zu entwickeln, die mit dem christlichen Menschenbild kohärent sind und zugleich mit der Überzeugung einhergehen, dass unsere Gesellschaft überall solcher Perspektiven bedarf, um Frieden und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Die Bereitschaft, allen zu dienen, zeigt sich natürlich auch im freundschaftlichen Umgang mit den Kollegen anderer Universitäten.

Einige Prioritäten

29. Abgesehen davon, dass der Beginn der stabilen apostolischen Arbeit in weiteren Ländern immer näher rückt, rät der Kongress, die apostolische Ausbreitung auf bestimmte Orte auszurichten, an denen wir bereits arbeiten und die eine spezielle Bedeutung für die künftige Gestalt der Gesellschaft haben, weil dort große internationale Organisationen oder intellektuelle Führungszentren angesiedelt sind.

Der Kongress ermuntert dazu, die Veröffentlichung und Verbreitung des Gesamtwerkes Sankt Josefmarias wie auch der zugehörigen historischen Forschung zum Wohl der Kirche und der Menschen fortzusetzen. Konkret schlägt er vor, einen zentralen Aspekt der Lehre des heiligen Josefmaria noch mehr zu entfalten, nämlich die Arbeit der Kinder Gottes. Weil sie der Angelpunkt der Heiligung ist und weil sie das natürliche Feld für das Apostolat abgibt, was vielerlei Auswirkungen auf Kirche und Gesellschaft hat, soll dieser Aspekt aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, unter anderem in akademischer, theologischer, soziologischer und geistlicher Hinsicht.

30. Ich komme zum Schluss. Nach der Lektüre dieser Seiten werdet Ihr Euch bei all den vielen Beschlüssen, zu denen der Kongress gelangt ist, vielleicht fragen: Was sind denn nun die wichtigsten Punkte, die uns der Herr in dieser für die Welt, die Kirche und das Werk historischen Stunde nahelegt? Die Antwort ist klar: An allererster Stelle geht es darum, mit dem Zartgefühl von Verliebten unsere Einheit mit Gott zu pflegen und dabei von der Betrachtung Jesu Christi auszugehen, der Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters ist. Das Programm des heiligen Josefmaria wird immer gültig bleiben: Christus suchen. Christus finden. Christus lieben.[31] Die apostolische Arbeit des Werkes ist ein Überströmen unseres inneren Lebens und muss es bleiben. Es ist an der Zeit, meine Töchter und Söhne, uns immer tiefer auf Wege der Kontemplation inmitten der Welt einzulassen.

31. Seit Jahrzehnten hat die Kirche ihre mütterliche Aufmerksamkeit auf zwei vorrangige Gebiete konzentriert: Die Familie und die Jugend. Auch wir – als kleiner Teil der Kirche – wollen uns diese Sorge der letzten Päpste zu eigen machen, damit die Familie immer treuer den liebevollen Plänen folgt, die Gott für sie vorgezeichnet hat. Und zugleich müssen wir allen Jugendlichen helfen, damit ihre Träume von Liebe und einem sinnvollen Leben zu einer beglückenden Wirklichkeit werden. Der rote Faden der Beschlüsse des Kongresses ist die Begleitung der Familie und der Jugendlichen. Daraus werden wir viele praktische Konsequenzen für unsere tägliche apostolische Arbeit ziehen können.

Neben diesen vorrangigen Themen möchte ich betonen, dass es für uns alle notwendig ist, unser Herz weiter zu machen. Bitten wir den Herrn, dass er uns ein Herz nach seinem Herzen gibt, damit darin alle Bedürfnisse, Schmerzen und Leiden der Männer und Frauen unserer Zeit Platz finden, besonders der Schwächsten. In unserer gegenwärtigen Welt zeigt die Armut viele Gesichter: Die Gleichgültigkeit, mit der viele Alte und Kranke behandelt werden, die Einsamkeit der Menschen, die von allen verlassen sind, das Drama der Flüchtlinge, das Elend, in dem ein großer Teil der Menschheit lebt, vielfach wegen himmelschreiender Ungerechtigkeit. Nichts von alledem darf uns gleichgültig lassen. Ich weiß, dass alle meine Söhne und Töchter ihre „Phantasie der Liebe“[32] in Bewegung setzen, um allen unseren Geschwistern, die in Not sind, den Balsam der Zärtlichkeit Gottes zu bringen: Die Armen – sagte unser Freund – sind für mich das beste geistliche Buch und das Hauptthema meines Gebetes. Sie bereiten mir Schmerz, und weil ich in ihnen Christus begegne, ist es sein Schmerz, der mir wehtut. Und dieses Wehtun lässt mich innewerden, dass ich ihn liebe und dass ich sie liebe.[33]

32. Der Kongress wollte die Beschlüsse, die ich Euch hier weitergegeben habe, ausdrücklich in die Hände der Muttergottes legen. Nur mit ihrer mütterlichen Mittlerschaft werden wir in der Lage sein, auf dem Weg dieser hinreißenden Mission voranzukommen, die uns als Jüngern Jesu Christi anvertraut ist. Sie ist die Mater pulchrae dilectionis, die Mutter der Schönen Liebe (vgl. Sir 24, 24), als die wir sie am heutigen Tag, dem 14. Februar, nach dem Eigenkalender der Prälatur liturgisch feiern.[34] An diesem Tag ließ Gott 1930 den heiligen Josefmaria die Berufung der Frauen zum Opus Dei und im Jahr 1943 den Platz für die Priester erkennen. So wurde die Einheit des Werkes noch mehr gefestigt, die Einheit einer desorganisierten Organisation[35], vor allem aber eine aus der Liebe geborene Einheit, weil wir alle auf die anderen bezogen sind als Kinder Mariens, die Mutter Gottes und unsere Mutter[36] ist.

Als ich heute vor dem feierlich in der Monstranz ausgesetzten Herrn das Te Deum zur Danksagung gesungen habe, dachte ich an Euch. Kommunion, Vereinigung, Sich-Mitteilen, Sich-Anvertrauen: Wort, Brot, Liebe.[37] Im Gedanken daran, dass Jesus Christus, jetzt verborgen im Brot und im Wort, am Ende der Zeiten wiederkommen wird, habe ich ihn gebeten, uns zu helfen, und ich habe Euch alle seiner Barmherzigkeit anvertraut.

33. Meine Töchter und Söhne, wenn sich irgend jemand von Euch auf dieser Welt, die so schön und gleichzeitig so gequält ist, jemals allein fühlen sollte, dann soll er wissen, dass der Vater für ihn betet und ihn in der Gemeinschaft der Heiligen wirklich begleitet und dass er ihn in seinem Herzen trägt. Daher möchte ich gern daran erinnern, wie die Liturgie an dem Fest, das wir am Zweiten dieses Monats gefeiert haben, die Darstellung des Kindes im Tempel besingt: Es schien, hieß es da, als ob Simeon das Kind auf seinen Armen trüge, doch in Wirklichkeit war es umgekehrt: „Senex puerum portabat, Puer autem senem regebat“[38]: Der Greis trug das Kind, aber es war das Kind, das ihn aufrecht hielt und leitete. So stützt uns Gott, auch wenn wir manchmal nur spüren, wie die Seelen auf uns lasten. So stützt er uns durch die wunderbare Gemeinschaft der Heiligen[39].

Per singulos dies, benedicimus te, Tag für Tag preisen wir dich, Herr, mit der ganzen Kirche: „Jeden Tag“, so sagte Don Javier gern, dieser treue Sohn des heiligen Josefmaria und des seligen Alvaro; also ein treuer Sohn der Tag für Tag darum kämpfte, sich von der Liebe Gottes leiten zu lassen. An der Hand der Muttergottes, der Mutter der Liebe, die sich vorbehaltlos hingibt, erhebe ich meine Seele zum Dreimal Heiligen Gott: Gewähre uns, Herr, dass wir aus dem Glauben an deine Liebe jeden Tag mit neuer Liebe in froher Hoffnung leben.

In Liebe segnet Euch

Euer Vater

Fernando

Rom, 14. Februar 2017, am Fest der Mutter der Schönen Liebe


[1] Heiliger Josefmaria, Christus begegnen, Nr. 132.

[2] Vgl. Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium, 24.11.2013, Anfang.

[3] Heiliger Josefmaria, Der Weg, Nr. 833.

[4] Heiliger Johannes Paul II., Homilie 23.3.1980. Vgl. 2. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 22.

[5] Vgl. Messbuch, Präfation von den Heiligen I.

[6] Don Javier, Brief 28.11.2002, Nr. 18, in „Familienbriefe“ 5, Nr. 125. Vgl. Instruktion, 31.5.1936, Nr. 66.

[7] Heiliger Josefmaria, Aufzeichnungen von einem Familientreffen, 6.2.1967, in Noticias 1967, S. 84 (AGP, Bibliothek, P02).

[8] Heiliger Josefmaria, Freunde Gottes, Nr. 67.

[9] Heiliger Josefmaria, Aufzeichnungen aus einer Betrachtung, 1.4.1962 (AGP, Bibliothek, P09, S.46).

[10] Heiliger Josefmaria, Instruktion, 8.12.1941, Fußnote 122.

[11] Vgl. Heiliger Josefmaria, Im Feuer der Schmiede, Nr. 270.

[12] Heiliger Josefmaria, Instruktion, Mai 1935/14.11.1950, Nr. 15.

[13] Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium, 24.11.2013, Nr. 20.

[14] Heiliger Josefmaria, Im Feuer der Schmiede, Nr. 565.

[15] Heiliger Josefmaria, Brief 11.3.1940, Nr. 55.

[16] Heiliger Josefmaria, Christus begegnen, Nr. 30.

[17] Seliger Alvaro, Brief 1.12.1985, in „Familienbriefe“ I, Nr. 204.

[18] Heiliger Josefmaria, Der Weg, Nr. 372.

[19] Heiliger Josefmaria, Freunde Gottes, Nr. 226.

[20] Vgl. Franziskus, Apost. Schreiben Misericordia et misera, 20.11.2016, Nr. 10.

[21] Heiliger Josefmaria, Instruktion, Mai 1935/14.9.1950, Fußnote 5.

[22] Don Javier, Brief 28.11.2002, Nr. 11, in „Familienbriefe“ V, Nr. 118.

[23] Sel. Paul VI., Apost. Schreiben Evangelii nuntiandi, 8.12.1975, Nr. 41.

[24] Papst Franziskus, Enz. Laudato si’, 24.5.2015, Nr. 213.

[25] Benedikt XVI, Enz. Deus Caritas est, 25.12.2005, Nr. 17; vgl. 1 Joh 4,10.

[26] Heiliger Josefmaria, Aufzeichnungen von einem Familientreffen, 18.6.1974, in „Catequesis en América“ (1974) Bd. I, S. 549 (AGP, Bibliothek, P04).

[27] Heiliger Josefmaria, Brief 24.10.1942, Nr. 3

[28] Ebd., Nr. 70.

[29] Ebd., Nr. 5.

[30] Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 2204.

[31] Heiliger Josefmaria, Der Weg, Nr. 382.

[32] Heiliger Johannes Paul II., Novo millennio ineunte, 6.1.2001, Nr. 50.

[33] Heiliger Josefmaria, Die Spur des Sämanns, Nr. 827.

[34] Vgl. Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Dekret 626/12/L, 10.11.2012.

[35] Heiliger Josefmaria, Gespräche, Nr. 19.

[36] Heiliger Josefmaria, Im Feuer der Schmiede, Nr. 11.

[37] Heiliger Josefmaria, Der Weg, Nr. 535.

[38] Stundengebet, 1. Vesper am Fest der Darstellung des Herrn, Antiphon zum Magnificat.

[39] Heiliger Josefmaria, Die Spur des Sämanns, Nr. 56.


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