Ausstellung „50 Jahre Opus Dei in Österreich“. Rückblick

Vom 21. Mai bis zum 26. Juni 2007 kamen zahlreiche Besucher aus ganz Österreich und den Nachbarländern in die Krypta der Wiener Peterskirche. Sie wollten die Ausstellung sehen, die anlässlich des 50. Jahrestags des Beginns des Opus Dei in Österreich unter dem Motto „Christsein im Alltag“ gestaltet worden war.

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Eine einmalige Gelegenheit

Die Ausstellung bestand aus achtzehn Tafeln und vier Vitrinen. Die Tafeln enthielten Fotos und Text: Jahreszahlen führten den Besucher durch die wichtigsten Stationen der Tätigkeit des Opus Dei in Österreich, einprägsame Zitate verschiedener Persönlichkeiten in der Kopfzeile der Tafeln boten eine thematische Orientierung. In den Vitrinen waren neben den Werken des hl. Josefmaria und Büchern über das Opus Dei Gegenstände ausgestellt, die die Tafeln inhaltlich ergänzten: Autographen des hl. Josefmaria, eine Faksimileausgabe des Heiligsprechungsdekretes u. a.

Treffen mit den Medien

Am Tag der Eröffnung und noch vor dieser fand in den Ausstellungsräumlichkeiten eine Pressekonferenz statt. Zahlreiche namhafte Medien des Landes waren präsent. Als Institution der katholischen Kirche sieht sich das Opus Dei „im Orchester der Kirche als ein Instrument, das Frauen und Männer daran erinnert, dass sie Gott dort finden können, wo sie schon sind – mitten im Alltag, voller Leidenschaft für die Welt“, erklärte Regionalvikar Martin Schlag den Medienvertretern die Aufgabe des Opus Dei in der Kirche. Marina Gudenus erläuterte die Bedeutung des Opus Dei für ihr Leben: Für sie als Ehefrau und Mutter von sechs Kindern geht es darum, „sich in Gott als der Mitte eines bunten Alltags zu verankern“. Richard Estarriol, Journalist und als Mann der ersten Stunde prädestinierter Kurator der Ausstellung, sprach die Hoffnung aus, dass die Ausstellung für viele Menschen eine Gelegenheit werden würde, das Opus Dei kennen zu lernen. Die

Berichte, die am nächsten Tag in den Zeitungen zu finden waren, trugen nicht zuletzt positiv zur Bekanntmachung der Ausstellung bei.

Am Vorabend des Jubiläums

Um 17 Uhr fand in der Peterskirche eine feierliche Dankmesse statt. Regionalvikar Martin Schlag brachte in seiner Predigt die Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck, die ihn anlässlich des Jubiläums erfüllten. Das Opus Dei sei in Österreich angekommen, habe sich verwurzelt und erste Früchte im Dienst der Kirche und der Gesellschaft gebracht. „Wenn man bedenkt, dass es nur zwei waren, die die Arbeit begonnen haben, wird ersichtlich, dass es an der Gnade Gottes nicht fehlte“, schloss er den Gedanken. Wichtig sei nun, den Blick auf die nächsten 50 Jahre zu richten. „Mit Vertrauen auf Gott geht es darum, durch die Heiligung von Alltag und Arbeit die begonnene Geschichte weiter zu schreiben“, lud er zum persönlichen Einsatz ein.

Die Eröffnung der Ausstellung übernahm Bischof Klaus Küng, selbst einmal Regionalvikar des Opus Dei in Österreich. Er bezeugte, dass er ohne den Kontakt zum Opus Dei nicht zu seiner Berufung gefunden hätte. Gerade in seiner jetzigen Aufgabe als Diözesanbischof seien ihm Einstellungen, die er beim Opus Dei gelernt habe, eine große Hilfe: der Vorrang des Gebets, das organische Zusammenwirken von Priestern und Laien in der Kirche, die stete Bemühung um Fortbildung und schließlich die Achtung vor der Freiheit des Einzelnen sowie der Respekt vor der Person. Vor 50 Jahren habe das Opus Dei klein begonnen, im Auf und Ab der Entwicklung sei es erstarkt, jetzt wünsche er ihm, dass es gut voran komme.

Rahmenprogramm

In der Ausstellung wurden mehrere Führungen abgehalten, auch in den Sprachen unserer Nachbarländer. Gut besucht war auch die Führung, die am 1. Juni im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ stattfand.

Darüber hinaus bot die Ausstellung einen attraktiven Rahmen für eine Reihe von Veranstaltungen, die Interessierte anzogen: alte Bekannte ebenso wie neues Publikum, das die Gelegenheit nützte, sich über das Opus Dei zu informieren. Es gab zwei Informationsabende über das Opus Dei: Sie wurden mit einem Co-Referat eingeleitet, danach gab es – reichlich – Fragen aus dem Publikum. Einen schönen Abend gestaltete Burgschauspieler Michael König: Er las Texte aus den Werken des hl. Josefmaria. An einem Abend wurde ein Dokumentarfilm von Alberto Michelini über das Opus Dei gezeigt: „Was dem Alltag Größe gibt“. Besonderes Interesse erweckte der Vortrag von Richard Estarriol unter dem Titel „Chronik eines halben Jahrhunderts“. Da er als einer der allerersten das Opus Dei in Österreich begann, ist keiner berufener als er, einen Rückblick auf diese Jahre zu geben. Großen Anklang fand auch der Vortrag über „Die Frau im Opus Dei“, gehalten von Inge Ebner. Sie unterstrich die Vorreiterrolle des hl. Josefmaria zugunsten der Gleichberechtigung der Frau.

Kurator Estarriol rückblickend auf 37 Tage Ausstellung: „Ich bin sehr zufrieden: Es gab viel gutes Echo, viel Begeisterung, es gab viele neue Kontakte. Ich würde sagen: Das Experiment ist gelungen.“