Bischof Küng: „Er war ein Hirte nach dem Herzen Jesu“

Festmesse zum ersten Gedenktag des seligen Bischofs Alvaro del Portillo am 12. Mai 2015 in Wien

Opus Dei in Österreich
Opus Dei - Bischof Küng: „Er war ein Hirte nach dem Herzen Jesu“

„Wie oft ist der selige Bischof Alvaro hier in Wien gewesen und hat hier gebetet". Gerne erinnert sich der St. Pöltner Bischof Klaus Küng, der am 12. Mai, dem Gedenktag des seligen Bischof Alvaro del Portillo (1914-1994) in der Wiener Peterskirche einen Festgottesdienst feierte, an seine persönliche Begegnungen mit dem Seligen zurück.

„Bischof Alvaro war ein guter Hirte nach dem Herzen Jesu: Immer liebevoll, freundlich, fähig zum Gespräch mit jedem Menschen", unterstrich Bischof Küng in seiner Predigt. Zugleich habe den neuen Seligen, der nach dem Tod des heiligen Josefmaria Escrivá, Gründer des Opus Dei, 19 Jahre an der Spitze der Prälatur stand, „eine große Liebe zur Wahrheit" charakterisiert. Gerade deshalb empfanden jene, die mit ihm zu tun hatten, ein großes Vertrauen zu ihm: „Man durfte davon ausgehen, dass er liebevoll und zugleich klar und verlässlich zur Wahrheit stand."

Das Gedächtnis des seligen Bischofs Alvaro sei ein Anlass zu großer Freude und Optimismus – und zugleich ein kräftiger Impuls, apostolisch zu sein, so der Familienbischof. Wenn der selige Bischof Alvaro heute unter uns wäre, würde er uns, so Küng, „zureden, nicht locker zu lassen und bei der Verbreitung der Lehre der Kirche nicht in falscher Weise nachzugeben, mutig zu sein." Der selige Bischof Alvaro ermutige uns, „dass wir auf alle zugehen sollen, ohne falsche Angst, ohne falsche Bedenken", unterstrich Familienbischof Küng: „Wenn er jetzt unter uns wäre, würde er uns sagen, dass Gott in seiner Barmherzigkeit mit jedem von uns rechnet."

Alvaro del Portillo wurde am 11. März 1914 in Madrid geboren, absolvierte ein Ingenieurstudium und trat 1935 dem Opus Dei bei. Als Student nahm er in Madrid an den karitativen Aktivitäten teil, erteilte Religionsunterricht und unterstütze Kinder und Familien in sozialen Notsituationen. Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde der junge Katholik verfolgt und war zwei Monate eingekerkert. Nach seiner Priesterweihe 1944 übersiedelte er 1946 gemeinsam mit dem hl. Josefmaria Escrivá (1902-1975) nach Rom. 1975 wurde er zu dessen ersten Nachfolger an der Spitze des Opus Dei gewählt. Im Jahre 1991 weihte Papst Johannes Paul II. den damals 76-Jährigen Portillo zum Bischof. Alvaro de Portillo starb am 23. März 1994 in Rom. Am 27. September 2014 wurde er in seiner Heimatstadt Madrid selig gesprochen. Sein liturgischer Gedenktag wurde vom Heiligen Stuhl für den 12. Mai festgelegt.

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